Bei der Haushaltskonsolidierung sind neue Ideen gefragt

Veröffentlicht am 31.03.2014 in Kommunalpolitik

Haushalts-Entlastung durch Schwimmbad-Zweckverband des Kreises

Der Münsterer Haushalt ist defizitär. Dadurch sind die finanzielle Leistungsfähigkeit und die kommunale Selbstverwaltung gefährdet. Bürgermeisterkandidat Gerald Frank fordert: „Wir brauchen eine nachhaltige wirtschaftliche Konsolidierung. Wir dürfen aber nicht am falschen Platz sparen, denn das kann leicht zu erheblichen Mehrkosten in der Zukunft führen.“ Neue Ideen sind gefragt.
Das Münsterer Hallenbad wird über die Grenzen Münsters hinaus von Bürgern anderer Gemeinden genutzt. Frank regt den Betrieb der Schwimmbäder im Landkreis Darmstadt-Dieburg über einen Zweckverband an, um die Kosten gerecht zu verteilen und den Münsterer Haushalt zu entlasten. „Diese Diskussion müssen wir über Münster hinaus im Landkreis und mit den Nachbargemeinden führen. Das braucht viel Überzeugungskraft und einen langen Atem“, erklärt Gerald Frank.

Auf den ersten Blick bringt der Schwimmbadbesuch der Bürger aus den Nachbargemeinden zusätzliche Einnahmen nach Münster. „Natürlich freuen wir uns über Besucher aus den Nachbargemeinden“, sagt Frank, „sie sind uns herzlich willkommen.“ Aber die wirtschaftliche Rechnung müsse man auch anders herum machen, denn das Schwimmbad ist ein Zuschussbetrieb. 460.000 € sind im Haushalt für 2014 eingeplant. Praktisch subventioniert die Gemeinde Münster auch Schwimmbadbesuche von Auswärtigen. Münster deckt mit seinem Schwimmbad einen regionalen Bedarf ab. „Das Schwimmbad ist nicht nur unersetzlich für die Menschen aus Münster, sondern auch aus der Region“, sagt Frank, „dort lernen die Kinder schwimmen. Schwimmen können ist lebenswichtig. Die Gesellschaft hat die Verpflichtung, dafür die Infrastruktur dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Das darf nicht an einzelnen Gemeinden hängen bleiben.“

 

In den letzten Jahren schließen immer mehr Bäder, weil sie sich die Städte und Gemeinden nicht mehr leisten können. Kürzlich kam aus Pfungstadt die Hiobsbotschaft, dass das dortige Hallenbad marode ist und für unabsehbare Zeit (oder vielleicht immer) geschlossen wurde. Vereine und Schwimmschulen sollen nun in den funktionstüchtigen Bädern in Weiterstadt und Griesheim aufgenommen werden. Hinzu kommen die normalen Badegäste. Der Effekt: Für Pfungstadt fallen sämtliche Kosten weg, während die von Weiterstadt und Griesheim finanzierten Schwimmbäder zunehmend von Bürgern aus den umliegenden Gemeinden genutzt werden. Wie Münster müssen sie die Infrastruktur finanzieren, die von Auswärtigen vermehrt in Anspruch genommen wird.

 

Ein Modell zur Sicherstellung des Betriebs der Schwimmbäder und zur gerechten Kostenverteilung wäre ein Schwimmbad-Zweckverband im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Alle Städte und Gemeinden müssten daran ein Interesse haben. Denn ohne Schwimmbäder lernen Kinder nicht mehr schwimmen.Auch das Land Hessen ist gefordert. Gehört doch in seinen Schullehrplänen Schwimmen zum Bildungsauftrag der Schulen. Fallen die Schwimmbäder, kommt es auch zur Auflösung von Schwimmvereinen. Ein Zweckverband könnte viele Einspareffekte unter seiner Regie erzielen, die Kosten gerecht auf die Gemeinden verteilen und den Bestand der Schwimmbäder nachhaltig sichern - zum Wohle aller.

 

 

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