Bürgermeister Gerald Frank lud zu Fundraising-Workshop. Neue Impulse für Vereins-Sponsoring

Veröffentlicht am 02.03.2020 in Presse

„Ohne Moos nix los.“ – Unter diesem Motto hatte Bürgermeister Gerald Frank die Münsterer Vereine zu einem Fundraising-Workshop in das Vereinsheim des SV Münster eingeladen. Beim Fundraising, so erklärte Referent Dr. Peter-Claus Burens, gehe es nicht alleine um Sponsoring, dem Einwerben von Geldmitteln. Fundraising, machte Burens deutlich, beinhaltet das Einwerben aller möglichen Ressourcen zur Erfüllung der Vereinsaufgaben, so z. B. Sachleistungen, wie ein Fahrzeug oder Gewinne für eine Tombola, und auch Zeit bzw. Dienstleistungen für ehrenamtliches Engagement. „Grundsätzlich ist das Thema für uns nichts Neues“, erklärte ein Vereinsvertreter, „aber der Workshop war ein Update mit einigen guten Anregungen für unsere Arbeit.“

Dr. Peter-Claus Burens war als Generalsekretär der Stiftung Deutsche Sporthilfe rund 20 Jahre für die Mittelbeschaffung dieser bedeutenden Förderinstitution deutscher Spitzensportler verantwortlich, die Hunderte Welt- und Europameister und Olympiasieger auf ihrem Weg gefördert hat. Aus dieser Zeit bestehen auch die Kontakte zu Gerald Frank, der vor seinem Amtsantritt als Bürgermeister 24 Jahre Leiter Förderung der Sporthilfe und für deren Förderhaushalt und die individuellen Sportlerunterstützung verantwortlich war. „Ich habe mich aber nicht allein um das Geldausgeben gekümmert“, sagte Frank in seiner Begrüßung, „sondern mich auch immer wieder im Fundraising für die Stiftung engagiert. Dabei konnte ich einiges von Dr. Burens lernen, auf das ich hier als Bürgermeister schon gut zurückgreifen konnte.“ Er nannte das von ihm konzipierte Sponsoring Konzept für das Kulturprogramm, das seit 2015 einen Ertrag von über 60.000 € gebracht hat. Erfolgreich war auch die Spendenaktion für die Skaterbahn in Altheim mit einem Erlös von über 17.000 €. Durch die erfolgreiche Beantragung von Europamitteln aus der LEADER-Förderung in Höhe von ca. 24.000 € entstanden der Gemeinde keine Kosten, sondern nur Personalleistungen. Sehr erfolgreich, führte Frank an, ist auch die im letzten Jahr gestartete Aktion „555 neue Bäume für Münster“. Knapp 25.000 € sind schon zusammen gekommen, wodurch rund 30 neue Bäume gepflanzt werden. Eine weitere Sponsorenakquise ist mittlerweile angelaufen, mit der die Gemeinde Mittel einwerben möchte, um das sich in Privatbesitz befindliche Gersprenzmuseum zu kaufen.

Burens war neben seiner Tätigkeit als Sporthilfe-Generalsekretär auch Gründer und Präsident des Charity Summit sowie langjähriger Vorsitzender des Deutschen Fundraising Verbandes. Seit vielen Jahren ist er Inhaber einer Fundraisingagentur in Frankfurt. Burens machte dabei deutlich, dass er nicht nur für das „große Fundraising“ stehe. Er selbst komme aus einer kleinen Gemeinde im Saarland, wohin er heute noch enge Beziehungen pflegt, outete sich als ehemaliger Tischtennisspieler und bekräftigte, dass er die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von Vereinen sehr gut kenne.

 „Wofür soll ich Ihnen heute Geld geben und wieviel?“ fragte Burens die Teilnehmer nach ihren Fundraising-Projekten. Die Palette reichte von Bezuschussungen von Fahrten, Veranstaltungen, Jugendförderung bis hin zu Zuschüssen zu baulichen Sanierungen von Vereinsgebäuden. Entsprechend der Größe des jeweiligen Projekts. Schnell wurde klar, dass es keine leicht umsetzbaren Rezepte gibt. In der Diskussion wurde deutlich, dass man sich beim Fundraising sehr genau über die Zielgruppen(n) der Aktion klar werden muss und – gar wichtig, welches Interesse die angesprochenen Personen daran haben zu helfen. Wie stark identifiziert sich der Angesprochene mit dem Verein. Allein große Verbundenheit kann eine große Spendenbereitschaft bedeuten. Ist diese Identifikation mit dem Verein nicht so stark oder gar nicht vorhanden, muss sich der Spender inhaltlich mit der geplanten Aktion identifizieren können. Dies wurde an den einzelnen von den Teilnehmern vorgebrachten Beispielen diskutiert und herausgearbeitet. „Ich hoffe, dass diese Veranstaltung gute Impulse für neue Ideen gibt, um zusätzliche Mittel zu erzielen, die ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben helfen“, erklärte Bürgermeister Gerald Frank.

 

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