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Der Traum von Kinderbetreuung für alle in Münster

Veröffentlicht am 25.01.2021 in Presse

Warum kann ich nicht auch in die Kita gehen?

Münster wächst! Seit 2014 haben wir einen Kinderzuwachs von 22 %. „Das ist toll und das wollen wir auch weiterhin“, sagt Nina Zeitz, Elternbeiratsvorsitzende in der Einrichtung „Haus der Kinder“ und SPD Kandidatin für die Kommunalwahl 2021.  „Damit das auch so bleibt, müssen wir Sorge tragen, dass wir die Kinder qualifiziert betreuen können.“

Dies hat die Gemeinde schon in den letzten Jahren vor eine Herausforderung gestellt. Neue Plätze mussten geschaffen werden und entstanden durch Erweiterung von bestehenden Kindergärten. Es wurden naturnahe Gruppen im Haus der Kinder und bei den Blumenkindern in Altheim eröffnet. Im Rüssel und im evangelischen Kindergarten in Altheim wurden die Gruppen durch einen Anbau erweitert. Seit 2014 wurden insgesamt 156 neue Plätze geschaffen, 36 neue Krippenplätze (U3) und 120 neue Kindergartenplätze.

Der Bund hat erfreulicherweise in 2013 entschieden, dass ein Anspruch auf einen Kindergartenplatz besteht, die Kosten dazu müssen die Kommunen allerdings zum größten Teil alleine tragen. Alleine für Münster betragen die Kosten ca. 5 Mio. € pro Jahr, umgerechnet auf einen Krippenplatz (U3) bedeutet dies einen Kostenbeitrag von 8833 € (2019) im Jahr.

Doch eine Statistik bleibt eine Statistik und Kinder sind nicht immer planbar. Nun fragt man sich, warum ist es so schwierig, diese Plätze zu beschaffen? Kindergartenplätze können nicht auf „Vorrat“ vorgehalten werden, da ungenutzte Kindergartenplätze zu teuer sind und die gesamte Gemeinde zu sehr belasten. Um diese zusätzlichen Kosten zu vermeiden, werden die angebotenen Plätze am statistischen Bedarf ausgerichtet. Dadurch ist es nicht möglich, auf einen veränderten Bedarf kurzfristig zu reagieren. Dies hat zur Folge, dass aktuell für die Kindergartenjahre bis 2023 ca. 100 Plätze fehlen.

Das sind allerdings nur Zahlen, Kinder sind unsere Zukunft und sichern letztendlich den Lebensabend für alle. Wir haben bereits 2021 und ab Sommer werden die ersten Kinder keinen Platz in einer Einrichtung haben! Dem muss Rechnung getragen und dringend die Prioritäten im Haushaltsplan gesetzt werden! Allerdings sind nicht nur die Kosten eine Herausforderung, sondern auch der Personalmangel und die fehlenden Flächen für einen Ausbau. Wir haben zwei Flächen in Münster, das ist einmal das Frankenbachgelände und der Werlacher Weg. Es gibt immer Gründe, weshalb ein Standort besser oder jener schlechter ist. „Diesen Luxus haben wir in der aktuellen Situation nicht mehr“, so Nina Zeitz. „Die Kinder sind da und sie haben ein Recht auf eine qualifizierte Betreuung!“

Selbst wenn die Themen Flächen und Kosten geklärt sind, bleibt immer noch ein Thema offen: Personalmangel. Wir haben zu wenig qualifizierte Erzieherinnen im Rhein-Main Gebiet. Dafür ist bereits der Weg für Quereinsteiger ermöglicht worden. Hier soll mit verkürzter Ausbildungszeit und intensiveren Präsenz in der Ausbildungsstätte dem Personalmangel entgegengewirkt werden.

Wie können wir nun kurzfristig den Mangel an Kindergartenplätzen in den Griff bekommen?

Die erste Möglichkeit wäre das Thema Platzsharing, ein bedarfsgerechtes Teilen von Betreuungsplätzen. Angelika Mittmeyer, die als SPD Mitglied für die Kommunalwahl 2021 kandidiert, war jahrelang in der Betreuung der JFK Grundschule. Sie ist der Meinung, dass die Aufklärung über die Funktionsweise hier das Wichtigste sei! Wie sieht dies im Einzelfall aus? Platzsharing wird für die Eltern interessant sein, die entweder nicht arbeiten oder teilzeitbeschäftigt sind und somit stundenweise oder tageweise eine Betreuung benötigen. Hier gibt es unterschiedliche Modelle, gut organisiert ist das eine Möglichkeit, sehr kurzfristig mehr Kinder in einer Gruppe aufzunehmen.

Eine zweite Möglichkeit insbesondere für die U3 Kinder wären zusätzliche Mittel, um mehr Tagesmütter hier im Ort zur Verfügung stellen zu können. Angelika Dahms, Gemeinderatsmitglied und ebenfalls SPD Kandidatin, betont, dass Tagesmütter nur eine temporäre Lösung sind, denn die Kinderbetreuung müsse in kommunaler Hand bleiben.

Die dritte Möglichkeit wäre die Nutzung von Container. Einige Eltern kennen sie schon von der Aue Schule. Die Qualität dieser Bauten ist mittlerweile wirklich sehr gut und haben nichts mehr mit veralteten Vorstellungen aus den eigenen Erfahrungen zu tun. Damit hätten wir die Möglichkeit, sehr kurzfristig weitere Plätze anzubieten, bis der Bau der neuen Kindergärten fertig ist.

Bei diesen Lösungen steht das Wort „kurzfristig“ im Vordergrund. Sie sind und sollten keine dauerhaften Lösungen sein. Die SPD Münster wird sich, wie in den vergangenen Jahren, weiterhin für einen bedarfsgerechten Ausbau der Kita-Betreuungsplätze einsetzen.

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