SPD Münster (Hessen)

Das bessere Rezept für Münster

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Die SPD ist und bleibt ein verlässlicher Partner für die Senioren!

Veröffentlicht am 07.03.2021 in Presse

Die zunehmende Alterung und der gleichzeitige Rückgang unserer Bevölkerung auf nur noch 70 Millionen Einwohner im Jahr 2060 stellt unsere Gesellschaft bereits jetzt und in der Zukunft vor große Herausforderungen. Die Zahl der über 80-Jährigen steigt bis zum Jahre 2050 voraussichtlich auf 9,7 Millionen, was einem Anteil von über 12 Prozent an der Gesamtbevölkerung ausmachen wird. Auch vor Münster und Altheim wird diese Entwicklung nicht Halt machen!

Ernst Soer wohnt seit 1993 in Münster, 2014 wurde er Mitglied der SPD und vertritt diese seit 2016 als Mitglied im Gemeindevorstand. In einem Gespräch mit ihm erfahren wir, was ihn motiviert, erneut für die Gemeindevertretung zu kandidieren.

Ernst, mit fast 73 Jahren kandidierst Du erneut für die SPD Münster-Altheim.

Ja - aus gutem Grund: Denn meine Sorge ist, dass wir Älteren zu den künftigen Verlierern des demografischen Wandels werden könnten. Um das zu verhindern, müssen alle in der Kommune Verantwortlichen umgehend ihre schon längst fälligen Hausaufgaben machen.

Welche Hausaufgaben sind das denn?

Die meisten Menschen haben so wie ich auch den Wunsch, solange wie möglich selbstbestimmt und selbstständig oder mit Unterstützung in den eigenen 4 Wänden zu leben.

Wenn das nicht mehr gegeben ist, dann haben sie einen nicht nur moralischen Anspruch darauf, dass ihnen in ausreichender Zahl entsprechende Wohn- und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung stehen. Und dies nicht irgendwo draußen im Grünen, sondern möglichst im gewohnten Umfeld, wo sie auch weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und dieses auch mitgestalten können. Idealerweise auch in unmittelbarer Nähe von entsprechenden sozialen und medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, Apotheken und Kulturangeboten. Nur so gelingt auf Dauer die erfolgreiche Teilhabe unserer Seniorinnen und Senioren.

Hierzu braucht es einen langfristigen Masterplan, der nach einer aktuellen Bestandsaufnahme alle notwendigen Entwicklungs- und Entscheidungsschritte erfasst, kontinuierlich fortschreibt und sukzessive umsetzt.

Ernst, wie ist der Stand in Münster? Sind andere Kommunen schon weiter?

In vielen Kommunen hat man hierzu bereits zielgenaue und konkrete Handlungskonzepte entwickelt und teilweise auch schon umgesetzt, wie zum Beispiel das Projekt „Wohnen im Park“ in Harreshausen oder die Mehrgenerationenhäuser in Groß-Zimmern und Weiterstadt. Damit kann der wichtige gesellschaftliche Zusammenhalt zwischen Jung und Alt vorbildlich gelebt werden und eine mögliche Neiddebatte mit all ihren negativen Folgen erst gar nicht entstehen.

Ernst, wie siehst Du die aktuelle Situation in Münster?

Für Münster sehe ich solche oder ähnliche Konzepte bisher nicht. Die Herausforderungen des demografischen Wandels scheinen hier bei den anderen Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft noch nicht angekommen zu sein. Das zeigt mir auch dieser Wahlkampf ganz deutlich.

Auf was beziehst Du das konkret?

Die aktuellen Themen der meisten unserer Mitbewerber geben uns Alten nur wenig Anlass, dass wir uns auf einen geruhsamen Lebensabend freuen dürfen. Von einer zukunftsorientierten Senioren- oder Wohnungspolitik keine Spur! Besonders ärgerlich, weil die CDU in der Vergangenheit alle Vorschläge der SPD gerade auch zum Wohnungsbau klein- und schlechtgeredet hat, selber aber nur mit unverbindlichen Versprechungen und Garantieerklärungen aufwarten kann. Bezahlbarer Wohnraum, altersgerechte und barrierefreie Wohnungen, Kindergartenplätze und Senioren- und Pflegeheime entstehen aber nicht durch Versprechungen, sondern müssen gebaut werden – und es muss jetzt unverzüglich damit begonnen werden. Und ja – Gewerbe ist wichtig, aber noch wichtiger sind die Menschen. Und Sparen um jeden Preis bedeutet auch Sparen an den Menschen, an der Zukunft der Kinder und Jugendlichen genauso wie an uns Senioren!

Und wenn ich dann noch lese, dass die CDU keinen Zuzug von außerhalb mehr möchte, weil das zu sehr unsere Infrastruktur und unsere finanziellen Möglichkeiten überfordern würde, dann wird mir so richtig bang um Münsters Zukunft. Das nenne ich mal eine glatte Sechs in Sachen Zukunftssicherung unserer Gemeinde.

Hat die SPD das bessere Rezept?

Eindeutig ja! Erfreulich ist, dass die SPD sehr viel Weitblick zeigt und die Herausforderungen des demografischen Wandels frühzeitig erkannt hat. Mit dem Projekt „Plus-Energie-Siedlung“ auf dem Frankenbachgelände, wo vornehmlich bezahlbare Wohnungen für Jung und Alt, altersgerechte Wohn- und Pflegeangebote für unsere Senior*innen, eine Kita und standortangepasstes Gewerbe entstehen werden, erfolgt ein wichtiger und richtiger Schritt. Auch der von unserem Kandidaten Timmy Mersch thematisierte Gesundheitslotse und seine Forderung für eine langfristige und wertschätzende gesundheitliche Versorgung unserer Bevölkerung zeigt neben vielen anderen wichtigen Themen, dass die SPD bestens aufgestellt ist. Denn eine vernünftige und zukunftsorientierte Sozialpolitik ist unverzichtbarer Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.
Unsere Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, hier mit der SPD einen starken und kompetenten Partner an ihrer Seite zu haben – jetzt und in Zukunft.

Ernst, wie beurteilst Du als Mitglied des Gemeindevorstandes die finanzielle Situation der Gemeinde?

Ja, die finanzielle Lage der Gemeinde ist angespannt. Die Ursachen dafür aber sind vielfältiger, als die CDU uns allen glauben machen will. Denn wer hierfür ausschließlich die Politik der letzten 6 Jahre verantwortlich macht, geht mit seinem Urteil fehl und verdrängt die Historie der eigenen Fehler. Zumal einige davon bis heute in vielen kommunalen Einrichtungen für jedermann gut sichtbar sind. Andere traten fatalerweise erst dann zutage, wenn der „Bruder Zufall“ oder Sachverständigengutachten diese aufdeckten. Und dann fallen sie den aktuell Verantwortlichen vor die Füße. So häufig geschehen in den letzten sechs Jahren. Also muss man dann auch fairerweise in die Bewertung einfließen lassen, was Ursache und was Wirkung ist. Erwähnen muss ich noch an dieser Stelle, dass das erste Haushaltssicherungskonzept aufgrund der defizitären Haushalte zur Zeit einer absoluten Mehrheit der CDU erstellt werden musste. Dank der ausgeglichen Haushalte konnte in der Zeit der SPD/ALMA-Koalition wieder darauf verzichtet werden.

Der Handlungsspielraum der Kommunen wird sehr stark durch das aktuelle Finanzierungsmodell des Landes bestimmt. Ganz grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass der kommunale Finanzausgleich auf eine völlig neue Basis gestellt werden muss. Nur so werden Kommunen wie Münster in der Lage sein, nicht nur ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen, sondern auch zu gestalten und ihre Zukunftsaufgaben erfolgreich zu bewältigen.

Was sind Deine Ziele für die nächsten fünf Jahre?

Ich persönlich werde mich ganz besonders für eine erfolgreiche Seniorenpolitik einsetzen, die es unseren Senior*innen ermöglichen soll, ihre vielfältigen Lebensentwürfe bis ins hohe Alter zu realisieren. Die SPD Münster-Altheim und ich persönlich bitten die Wählerinnen und Wähler um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme bei der Kommunalwahl am 14. März.

Lieber Ernst, danke für das informative Gespräch und viel Erfolg in den nächsten fünf Jahren.

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