Fraktionsmitglieder informieren sich bei der Feuerwehr

Veröffentlicht am 17.04.2018 in Fraktion

Stehen für die Zukunft der Feuerwehr in Münster: Jugendliche, die ihre Freizeit bei der Feuerwehr verbringen (hier J

Kurz vor den Osterfeiertagen besuchten zahlreiche Mitglieder der SPD-Fraktion den Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr in Münster, um sich einen Eindruck über die derzeitige Struktur, den Aufbau und die Abläufe bei der Feuerwehr in Münster und seinen Ortsteilen Altheim und Breitefeld zu verschaffen. Hintergrund ist die bevorstehende, gesetzlich vorgeschriebene Aktualisierung des Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz der Gemeinde Münster, die bis 2020 abgeschlossen sein muss. Die sich daraus ergebenden Forderungen müssen aber vorher bekannt sein, damit sie auch bei der Aufstellung der Haushaltspläne Berücksichtigung finden können.

Münsters Gemeindebrandinspektor, Florian Kisling und dessen Stellvertreter, Timo Kreher, begrüßten die Gäste und informierten mittels Vortrag im Unterrichtsraum und Rundgang durch den Stützpunkt über die aktuelle Situation bei den Brandschützern der Gemeinde. Forderungen und Maßnahmen, die sich aus dem im Jahr 2010 verabschiedeten Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz der Gemeinde Münster ergeben hatten, sind weitgehend erfüllt bzw. umgesetzt. So werden in diesem Jahr noch bestellte Fahrzeuge (ein neuer Gerätewagen, der in Münster stationiert wird, sowie ein Mannschaftslöschfahrzeug für Altheim) ausgeliefert. In der Laufzeit des kommenden Planes, der für die Jahre 2020 bis 2030 Gültigkeit haben wird, ergibt sich die Notwendigkeit zur Ersatzbeschaffungen für bereits vorhandene Fahrzeuge. Die Arbeiten hierfür sind sicherlich umfangreich, aber zu bewältigen. Viel mehr Sorgen bereiten den beiden Brandschützern die Altersstruktur der Einsatzkräfte und die zunehmende Sorglosigkeit der Einwohner Münsters, was das Abstellen von Privatfahrzeugen auf öffentlichen Straßen betrifft. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden ist es manchmal selbst für kleine PKW mühsam, sich den Weg durch Münsters Straßen zu bahnen, für die Fahrzeuge der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes ist ein rasches Vorwärtskommen manchmal unmöglich. Dadurch ist die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von 10 Minuten, binnen derer jeder Punkt der Gemeinde nach Alarmierung zu erreichen ist, nicht in jedem Fall gewährleistet. Die Fraktion der SPD wird sich dafür einsetzen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die wirkungsvolle Abhilfe schaffen, um die Sicherheit der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Ein Problem, das Münster gemeinsam mit umliegenden Gemeinden hat, ist die zunehmende Schwierigkeit, bei Alarmierung ausreichend Einsatzkräfte vor Ort zur Verfügung zu haben. Freiwillige sind noch in ausreichender Anzahl vorhanden, auch beim Nachwuchs gibt es noch keine Probleme, aber die Tatsache, dass immer mehr Feuerwehrleute ihrem Broterwerb außerhalb von Münster nachgehen müssen und somit tagsüber nicht verfügbar sind, zeigt auf, wie dringend qualifizierte Arbeitsplätze in Münster benötigt werden. Sollte die Freiwillige Feuerwehr ihren Aufgaben mangels verfügbarem Personal nicht nachkommen können, fordert der Gesetzgeber in Hessen die Einrichtung einer „Pflichtfeuerwehr“. Was das im konkreten Fall bedeuten würde und wie so eine Vorgabe umzusetzen wäre, dafür muss noch einiges an Gedankenarbeit gerade auf politischer Seite geleistet werden. Die SPD Münster ist bereit, die Arbeiten zur rechtzeitigen Erstellung von Plänen für einen hoffentlich nicht kommenden Tag „X“ aufzunehmen.

 

 

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