Münster investiert in seine Kinder

Veröffentlicht am 16.12.2018 in Presse

Gemeindevertretung beschließt mit der Mehrheit von SPD und ALMA die gebührenfreie Betreuung für 7,5 Stunden für Kinder ab 3 Jahren und einen KiTa-Innovationsfond für besondere pädagogische Maßnahmen

 „Bildung muß von Anfang an, kostenfrei sein. Das gehört zu den Kernüberzeugungen und zentralen Zielen der SPD. Wenn wir diesem Ziel einen Schritt näher kommen können, dann wollen wir das auch tun. In einigen Bundesländern ist der Besuch von Kindertagesstätten bereits beitragsfrei.“ Mit diesen Worten begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Fritsch den gemeinsamen Antrag von SPD und ALMA.

Mit der letzten Änderung des Kinderförderungsgesetzes gibt es auch in Hessen für Kinder ab drei Jahren eine beitragsfreie Betreuung für bis zu 6 Stunden. Auch wenn man sich über Art und Umfang der Beitragsfreiheit und die Finanzierung streiten kann, ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung. Leider gibt es aber für die Städte und Gemeinden, die den größten Anteil an der Finanzierung der Kinderbetreuung tragen, keine Entlastung. 

Der pauschale Zuschuß des Landes von 135,60 Euro pro Monat hat dazu geführt, daß in den Städten und Gemeinden, in denen die Eltern mehr als 135,60 Euro für sechs Stunden Betreuung zahlen müssen, der Anteil, den die Kommune an der Kinderbetreuung zu tragen hat, noch höher wird. 

Nach der aktuellen Gebührensatzung der Gemeinde Münster müssen die Eltern für ein Kind über drei Jahren je Stunde einen Betrag von 18,50 Euro für die Betreuung zahlen, das macht bei sechs Stunden 111,00 Euro. Die Gemeinde erhält aber vom Land 135,60 Euro, also 24,60 Euro mehr. Da der pauschal vom Land Hessen gewährte Zuschuß ausschließlich für die Eltern bestimmt ist, wollen SPD und ALMA diesen Betrag auch an die Eltern weitergeben. 

Bei dem Antrag für eine gebührenfreie Betreuung von 7,5 Stunden waren die Zeitmodelle der gemeindeeigenen Kindertageseinrichtungen „Haus der Kinder“ und „Im Rüssel“ die Grundlage. Nach aktuellem Stand wären mit dieser Regelung dreiviertel der Kinder beitragsfrei.

Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag mit einer Pressemitteilung vom 20. August 2018 angekündigt und am 10. September 2018 dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung zugesandt. 

Eine Beratung des Antrages und eine Beschlußfassung sollten in der Sitzung der Gemeindevertretung am 05. November 2018 erfolgen. Die SPD-Fraktion hat den Antrag aber von der Tagesordnung dieser Gemeindevertretersitzung genommen, um noch einmal innerhalb der Fraktion und zusammen mit der ALMA das Thema intensiv zu diskutieren. 

Anlaß waren unter anderem auch die Gespräche mit Elternvertretern, Kita-Leitungen und die Diskussionen eines „runden Tisches“. 

In dem nun beschlossenen gemeinsamen Antrag von SPD und ALMA wird eine gebührenfreie Betreuung von 7,5 Stunden für Kinder über 3 Jahren nicht rückwirkend zum 01.08.2018 sondern erst ab dem neuen Kindergartenjahr, also ab dem 01.08.2019 gelten. Damit haben Eltern und Kindergartenleitung ausreichend Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Außerdem werden Aufwände für die Erstattung von bereits gezahlten Gebühren vermieden.

Weiterhin wurde beschlossen, einen KiTa-Innovationsfond in Höhe von 50.000,00 Euro einzurichten. Aus diesem Fond sollen - entsprechend dem pädagogischen Konzept der jeweiligen Kindertagesstätte - Maßnahmen und Projekte finanziert werden, die mit den vorhandenen Mitteln nicht umgesetzt werden könnten.

Dieser Innovationsfond soll ein Übergang sein, bis in 2019 das von der SPD auf den Weg gebrachte „Gute-Kita-Gesetz“ in Kraft tritt.

Mit dem „Gute-Kita-Gesetz“ sollen die Eltern bei den Gebühren weiter entlastet und vor allem die Qualität bei der Kinderbetreuung weiter verbessert werden. Dazu gehören unter anderem auch

  • Ausbau der Betreuungskapazitäten und ein bedarfsgerechtes Angebot
  • Mehr Fachkräfte in den Kitas, mehr Zeit für Leitungsaufgaben
  • Vielfältige, pädagogische Arbeit

Vor zwei Jahren hat die Gemeindevertretung einstimmig den gemeinsamen Antrag von SPD und ALMA zur Verbesserung des Betreuungsangebotes in der Kinderbetreuung beschlossen. Bis 2020 werden wird Münster bei den Ü3-Kinder eine fast 100 Prozentige Betreuung haben, bei den U3-Kindern wird Münster mit 40 % über dem vom Land empfohlen Angebot liegen. 

Die Kita „Haus der Kinder“ hat in der letzten Sitzung des Sozialausschusses das Konzept eines Waldkindergartens vorgestellt. Auch die Kita „Im Rüssel“ arbeitet an einem entsprechenden Konzept. 

Das bedarfsgerechte Angebot an Betreuungsplätzen und die andere Art der Betreuung in einem Waldkindergarten gehören zu den „Qualitätsmerkmalen“ die nicht jede Gemeinde vorweisen kann. 

Bei der Kinderbetreuung ist Münster auf einem guten Weg. 

Münster investiert in seine Kinder, in seine Zukunft.  

 

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Gerald Frank 

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