Münster kann sich sehen lassen

Veröffentlicht am 16.04.2020 in Presse

Münster hat in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen, die vor allem auf richtige politische Weichenstellung und die gute konjunkturelle Lage zurückzuführen sind. Münster ist kein „Sanierungsfall“, wie von manchem behauptet. „Diese Aussage ist keine gute Empfehlung für einen Bürgermeisterkandidaten, der sich zwar als einer von uns ausgibt, aber seit vielen Jahren in Eberstadt wohnt,“ so SPD-Vorstandsmitglied Edmund Galli.

Viele Bürgerinnen und Bürger ärgern sich über das pauschale Schlechtreden der eigenen Gemeinde. „Einer von uns würde doch Münster nicht als Sanierungsfall bezeichnen, was hat das denn für eine Außenwirkung“, so Galli weiter. Die SPD weiß natürlich, dass es einige Projekte gibt, die angegangen werden müssen: Sanierungsbedürftige Gebäude, das Hallenbad oder auch das Rathaus.

Doch im politischen Schaulaufen des Wahlkampfes wird schnell vergessen, wer für welche Entwicklungen verantwortlich ist und wer nicht. Nun also Bürgermeister Gerald Frank alle Versäumnisse der letzten Jahrzehnte anzulasten ist nicht nur populistisch, sondern auch schlechter Stil. Denn es waren die Konservativen, die Münster Jahrzehnte lang regiert haben und sehr oft lieber weggeschaut als saniert haben. Jeder Häuslebesitzer und Unternehmer kennt das Prinzip: Wirtschaftlichkeit vor Sparsamkeit. Wenn das Dach undicht ist, dann kann ich es bald reparieren lassen und habe viele Jahre Ruhe. Oder ich kann es jahrelang weiter undicht lassen, bis die Schäden so groß sind, dass es richtig teuer wird. Ähnliche Situationen hat Bürgermeister Frank zum Beispiel im Hallenbad und in vielen anderen Gemeindegebäuden vorgefunden. Seriöse Finanzen, mit der sich Konservative gerne brüsten, bedeuten nämlich nicht nur sparsam zu sein, sondern auch die vorhandene Substanz zu hegen und zu pflegen.

Seit dem die CDU nicht mehr den Bürgermeister stellt und in der Gemeindevertretung keine Mehrheit mehr hat, ist sie dazu übergegangen, so gut wie alle Vorhaben zu blockieren. Konstruktive Oppositionsarbeit sieht anders aus. Doch das Schlechtmachen der eigenen Gemeinde verfängt zum Glück nur wenig. Der weit überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger fühlt sich wohl. Wir haben ein reges Kultur- und Vereinsleben, eine sehr gut besuchte Kulturhalle mit Tanztee, Kabarett, Musik- und Theaterveranstaltungen. Wir haben zwei Freizeitzentren, anerkannte Naturschutzgebiete, gut ausgebaute weitläufige Wald- und Landschaftsgebiete. Und als besonderes Highlight bald ein naturpädagogisches Museum, mit einem Freilandgehege (Muna), auf dem ab Ende April die ersten Wisente und später Przewalski-Pferde grasen werden.

Wir haben unsere Kindergärten weitgehend von Grund auf saniert und werden in einen Neubau investieren. Wir haben gute Verkehrsanbindungen sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene (45 Min von Münster nach Frankfurt Hbf). Die guten Einkaufsmöglichkeiten werden durch einen weiteren Discounter im Neubaugebiet „Im Seerich“ erweitert. Unser Hallenbad wird mit Hilfe von Kreis, Land und Bund wieder in Betrieb gehen. Dank des Engagements von Bürgermeister Frank hat die Gemeinde mehrere Millionen Euro an Fördergeldern eingeworben, die die Gemeindekasse entlasten und somit noch mehr Projekte umgesetzt werden können.

Sicherlich gibt es noch einiges zu verbessern und weiter zu entwickeln, wie unseren alten Ortskern in Münster, die Verkehrssituation in Altheim, der marode Ortsteil Breitefeld, weitere bezahlbare Wohnungen, eine verbesserte digitale Infrastruktur und mehr E-Government in der Verwaltung. Die Hauptarbeit war aber in den zurückliegenden Jahren den Sanierungsstau aus der Vergangenheit abzuarbeiten und Planungsaufträge zu vergeben. Hier sei genannt: Hallenbad, Kindergärten, Brücken, Straßen- und Kanalbau (Regenrückhaltebecken) und Rathaus.

Doch all das ist kein Grund, Münster als Sanierungsfall zu bezeichnen. Münster ist lebens- und liebenswert, viele Mitmenschen sind sehr zufrieden hier zu leben, das soll auch so bleiben. Bürgermeister Gerald Frank muss die beschriebenen Vorhaben weiter und erfolgreich zu Ende führen. Münster ist und bleibt ein hervorragender und „ausgezeichneter“ (IHK Rhein-Main-Neckar) Wohn- und Lebensort für alle – ob zugezogen oder hier geboren.

 

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